Der Due-Diligence-Prozess


Bei der Due Diligence für eine Immobilie in Punta Cana ist es wichtig, dass der Käufer oder sein Anwalt bestimmte Unterlagen vom Verkäufer einholt.

Dazu gehören eine Kopie des Eigentumstitels der Immobilie, die amtliche Vermessung, der Ausweis des Verkäufers und seines Ehepartners (falls zutreffend) sowie ein Nachweis über aktuelle Grundsteuern oder eine Steuerbefreiung. Handelt es sich beim Verkäufer um eine Gesellschaft, sollten zudem Gesellschaftsunterlagen, eine aktuelle Registrierung beim Handelsregister sowie ein Nachweis über aktuelle Steuerpflichten eingeholt werden.

Handelt es sich um eine Immobilie innerhalb einer Eigentumswohnanlage, sollte der Käufer zudem eine Kopie der Teilungserklärung, der Ordnung, der genehmigten Baupläne, einer Bestätigung über aktuelle Instandhaltungsgebühren sowie der Protokolle der letzten drei Versammlungen einholen. Bei Immobilien in Form von Einzelhäusern sollten zudem genehmigte Baupläne (bei vorbaulichem Zustand) und ein Inventar der Möbel bereitgestellt werden. Auch Kopien der Versorgungsverträge und Quittungen zur Bestätigung, dass der Verkäufer mit seinen Zahlungen auf dem aktuellen Stand ist, sollten eingeholt werden.

Sobald die notwendigen Unterlagen vorliegen, sollte der Anwalt folgende Punkte prüfen:

  1. Titelrecherche: Überprüfung des Status der Immobilie durch eine Bestätigung des Grundbuchamts, die das Eigentum sowie eventuelle Hypotheken, Pfänder oder Belastungen bestätigt.
  2. Vermessung: Bestätigung, dass die zu verkaufende Immobilie mit der vom Verkäufer bereitgestellten Vermessung übereinstimmt, sofern sie sich nicht in einer bereits geprüften Erschließung befindet.
  3. Inspektion der baulichen Verbesserungen: Ein qualifizierter Bauunternehmer oder Architekt sollte etwaige bauliche Verbesserungen der Immobilie prüfen, um sicherzustellen, dass sie in gutem Zustand sind und den vorgelegten Plänen entsprechen.
  4. Genehmigungen: Sicherstellen, dass die Immobilie für die vorgesehenen Zwecke genutzt werden kann und alle erforderlichen Genehmigungen vorliegen. Bestimmte rechtliche Einschränkungen, wie das Bauen in einer Meereszone oder in touristischen Gebieten, sollten berücksichtigt werden.
  5. Besitz: Bestätigung, dass der Verkäufer rechtmäßigen Besitz an der Immobilie hat und keine Besetzungsrechte oder anderen Probleme bestehen.
  6. Angestellte: Sicherstellen, dass etwaige auf der Immobilie beschäftigte Angestellte ihre gesetzliche Abfindung erhalten haben, da der Käufer andernfalls haftbar gemacht werden könnte.
  7. Versorgungsleistungen: Bestätigung, dass der Verkäufer mit den Zahlungen für Versorgungsleistungen auf dem aktuellen Stand ist und keine offenen Rechnungen oder Probleme bestehen.

Insgesamt ist die Due Diligence ein sorgfältiger Prozess, der zahlreiche Faktoren berücksichtigt und sicherstellt, dass der Käufer eine gut informierte Entscheidung trifft und die Transaktion auf rechtlich einwandfreier Grundlage steht.

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